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Auszug aus den Fachrichtlinien Deutsch

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1.
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Unterrichtsführung
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1.1 Lehrmittel und Hefte

Auf der Unterstufe entnehmen wir den Grammatikstoff dem Lehrmittel "Welt der Wörter" (Band 1 bis 3).
Die Festigung und Vertiefung der Grammatikkenntnisse auf der Mittel- und Oberstufe erfolgt auf der Basis des Lehrmittels und des Grammatikheftes der Unterstufe.
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1.2 Spezielle Unterrichtsformen

Im Fach Deutsch sollen vermehrt Unterrichtsformen zur Anwendung kommen, die die Kreativität, die Eigenaktivität und die Selbstverantwortung der SchülerInnen fördern. Zu erwähnen sind u.a. arbeitsteiliger Gruppenunterricht, Gruppen-Puzzle, Werkstattunterricht.
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2.
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Stoff
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2.1 Auf der Unterstufe

2.1.1 Sprechen und Schreiben

Im 7./8. Schuljahr sollte der Unterricht möglichst oft Gelegenheit bieten für kurze Auftritte, an denen freies Sprechen mit Hilfe von Stichwörtern geübt werden kann. Denkbar sind Kurzreferate über Gegenstände, Begriffe, Redewendungen, aber auch die Präsentation von Ergebnissen oder szenische Darbietungen. Dabei erhalten die SchülerInnen erste Einblicke in die Wirkungen verbalen und nonverbalen Verhaltens.
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2.1.2 Grammatik

Wichtig ist, dass die SchülerInnen Grammatik als modellhaft erkennen, dass sie Einblick in Form und Funktion von Sprache gewinnen, indem sie selbstständig und mit Hilfe der Lehrperson die 8 grammatischen Proben oder Operationen anwenden.
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2.1.3 Literatur

Grundlegend für den Einstieg in den Literaturunterricht sind literarische Kleinformen (Sagen, Märchen, Kalendergeschichten, Parabeln, Kurzgeschichten, Balladen). Dabei erhalten die SchülerInnen auch einen ersten Einblick in Erzählweisen und Erzählperspektiven. In einem kreativen, spielerischen Umgang mit Gedichten aller Art wird die Wahrnehmungsfähigkeit in Bezug auf Metrum, Rhythmus und Bildsprache geschult.
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2.1.4 Arbeit an Sachtexten

Über die Lektüre von Zeitungstexten lässt sich ein erster Zugang zum Medienunterricht finden. Sinnvoll ist dabei, den Aufbau einer Zeitung zu untersuchen und zu klären, welche Bedeutung den einzelnen Ressorts zukommt. Dabei erfahren die SchülerInnen etwas vom grundlegenden Unterschied zwischen faktischer Wirklichkeit und Medienwirklichkeit.
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2.2 Auf der Mittel- und Oberstufe

2.2.1 Sprechen und Schreiben

Im Rollenspiel und in Analysen von Beispielen (fiktionalen Dialogen, Fernsehdiskussionen, Unterrichtsgesprächen) sollen Gesprächs- und Diskussionsverhalten analysiert und ausprobiert werden.
In den letzten beiden Schuljahren stehen vor allem die Rede- und Argumentationsschulung im Zentrum. Dazu zählen der Einblick in Aufbau und Mittel der Rede, die Analyse von Reden und Techniken der Rabulistik, z.B. in Diskussionsrunden im Fernsehen.
Spätestens ab der Mittelstufe wird die Schreib- und Argumentationsfähigkeit gezielt gefördert.
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2.2.2 Geschichte der Sprache

Die SchülerInnen sollen erkennen, dass die Gestalt der heutigen deutschen Sprache das vorläufige Ergebnis eines langen sprachlichen Entwicklungsprozesses darstellt.
Wichtige Stationen dieser Entwicklung werden aufgezeigt. Die Fachschaft Deutsch hat eine umfassende Werkstatt zur Erarbeitung der Sprachgeschichte erstellt, in der die SchülerInnen selbständig an diversen Posten entsprechende Themenbereiche kennen lernen.
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2.2.3 Grammatik

Die systematische Erarbeitung der Grammatik des Deutschen ist zu Beginn der Mittelstufe abgeschlossen. Es werden nur noch Themen behandelt bzw. vertieft, deren Relevanz sich aus häufig in Schülertexten auftretenden Fehlern ergibt (z.B. Gebrauch der Tempora, Probleme des Konjunktivs I und II)
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2.2.4 Kommunikationsmodelle

Die SchülerInnen werden vertraut gemacht mit Kategorien wie explizite/implizite, symmetrische/asymmetrische Kommunikation, verbale/nonverbale Kommunikation, Metakommunikation sowie dem Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun.
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2.2.5 Medienunterricht

Die SchülerInnen sollen aufgeklärte Medienbenutzer werden und somit ein Bewusstsein bezüglich des Stellenwerts der Medien in unserer Kultur entwickeln.
Der geschäftliche Aspekt der Nachrichtenvermittlung, die spezifische Sprachverwendung und der Aufbau von Nachrichten treten ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Zusätzlich sollen die SchülerInnen erkennen, dass Ereignisse bei genauerer Betrachtung oftmals mediale Produkte sind.
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2.2.6 Literatur

Auf der Mittelstufe wird ein Instrumentarium erarbeitet, mit dessen Hilfe die SchülerInnen die Formensprache literarischer Texte erkennen. Genannt seien hier vor allem die Einführung in die Metrik und Textsortenlehre, in die Erzähltechniken von Prosa und in die Bauprinzipien von Theaterstücken (Dramaturgie des klassischen und des modernen Dramas), Es werden Texte aus verschiedenen Zeiten gelesen, so dass traditionelle und moderne Formen nebeneinander stehen.
Der Literaturunterricht ab dem 10. Schuljahr bemüht sich zunehmend um die Einordnung der gelesenen Werke in den literaturgeschichtlichen Zusammenhang. Im 11. und 12. Schuljahr stehen die Aufklärung, die Romantik und der Realismus im Zentrum der Betrachtung.
Was die Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts betrifft, so wird darauf geachtet, dass auch die Schweizer Literatur angemessen vertreten ist.
Die SchülerInnen sollen die moderne Literatur in all ihren Facetten, auch mit ihren Ecken und Kanten, kennen lernen. Neben Texten, die Epoche gemacht haben, werden auch solche behandelt, deren Bekanntheitsgrad noch gering ist.
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3.
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Bewertung

Für die gesamte Gymnasialzeit gilt: mindestens vier grössere schriftliche Arbeiten pro Semester; darunter mindestens ein Aufsatz und eine Literaturprüfung.
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3.1 Literaturprüfungen

Die SchülerInnen werden über den Stand ihres Wissens bzw. ihrer Kenntnisse im Bereich der behandelten Texte regelmässig schriftlich geprüft.
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3.2 Bewertung der mündlichen Leistung im Unterricht

Die mündliche Leistung fliesst in die Gesamtbewertung mit ein. Die mündliche Mitarbeit wird zu einem Drittel, die schriftliche Leistung (Durchschnitt aller schriftlichen Arbeiten) zu zwei Dritteln verrechnet.
Bei der mündlichen Leistung werden Qualität und Umfang der Wortmeldungen berücksichtigt.
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