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Den Abschluss der Lateinstudien vor der Matur bildet das grosse Thema der antiken Philosophie. Die Maturi, die sich inzwischen auf vielen Wissensgebieten umgesehen haben, dürfen erkennen, dass das Wissen urprünglich etwas Ganzheitliches war und die Fachwissenschaften sich erst nach und nach aufspalteten. Von den ersten Versuchen der rationalen Welterklärung der frühgriechischen Naturphilosophie (welche bereits das Konzept eines atomaren Aufbaues der Welt hervorbrachte) führt der Weg zu Sokrates, der mit seiner ‚sokratischen Wende' die Philosophie vom Himmel in seine Stadt hinunterholte und die Ethik ins Zentrum rückte. Unbeirrbar mit seiner Frage ‚was ist ...' hat er den Zugang zu einer Begriffswelt eröffnet, ohne die keine Wissenschaft auskommt. Nach einem Blick in die gewaltigen Gedankengebäude der Akademie und der Stoa geht die geistige Reise unserer Abiturienten nach Rom, wo Cicero die Botschaft der Griechen in seiner Deutung und Ausprägung den Landsleuten -und somit mittelbar auch uns- vermittelt hat. Philosophie als Grundlage und Auftrag, die Gesellschaft zu gestalten, Philosophie als Halt und Richtungsweiser im Leben des Einzelnen: Das hoffen wir zum Schluss den jungen Erwachsenen mitzugeben.


VITAE DISCIMUS


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